Donnerstag, 24. Juni 2010

Was darf das Hochzeitskleid kosten???

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Die einen sagen, man heiratet nur ein Mal und dann darf es auch was kosten. Andere halten dagegen, dass man das Kleid nur einmal trägt und es deshalb nicht zu viel kosten darf.
Aber was ist wenn man das Kleid gar nicht selbst sondern die Schwiegereltern in spe zahlen?
So ist es z.B. bei türkischen Hochzeiten üblich und das bedeutet für die Braut ein ganz anderes Problem. Man will nicht verschwenderisch erscheinen aber auch nicht im Billigkleid heiraten. Also was tun?

Normalerweise heiratet man ja nicht von heute auf morgen, d.h. man kennt die Familie und deren finanziellen Verhältnisse und Einstellungen. Auf diese sollte man auf jeden Fall Rücksicht nehmen.
Wenn Sie überhaupt keine Vorstellungen haben, welche Preisspanne in Ordnung ist, dann holen Sie den Bräutigam ins Boot und lassen ihn vorfühlen, was die Eltern denken - natürlich "ohne" Ihr Wissen.
Bringt Sie dies auch nicht weiter, dann hilft die Brautkleidersuche dabei zu sehen, wie Ihre Schwiegermutter auf die Preise reagiert. Natürlich wird sie nie über Preise stöhnen, aber wenn Sie sich über die Preise der anprobierten Kleider äußern, dann kommt sicherlich eine Reaktion von ihr was sie teuer findet und was nicht.
Der Satz "mach dir nicht so viele Gedanken um die Preise mein Kind, wichtig ist das es dir gefällt" wird oft ausgesprochen. Dieser Satz ist aber bitte nicht als Freifahrtschein zu betrachten, sondern eher als Zeichen, dass die Schwiegereltern durchaus bereit sind, Ihnen den Kleiderwunsch zu erfüllen, soweit es im Rahmen des Möglichen bleibt.
Spätestens, wenn die Schwiegermutter zu Hause ist kann auch der Bräutigam nochmal nachhaken, wie seiner Mutter die Kleidersuche und ganz nebenbei auch die Preise zugesagt haben.

Ist Ihr Traumkleid übermäßig teuer und Sie würden sogar die Kosten dafür übernehmen, um es zu bekommen? Den Schwiegereltern diese Lösung anzubieten, ist wirklich nur dann in Ordnung, wenn man sich sehr gut kennt und ein einwandfreies Verhältnis hat. Sonst könnten Ihre Schwiegereltern das schnell falsch verstehen und beleidigt sein (über Geld spricht man nämlich nicht und erst recht nicht bei Hochzeiten...).

Aber in den meisten Fällen wissen die Eltern - insbesondere die Schwiegermütter - wie wichtig das Hochzeitskleid ist und werden Ihnen kaum einen Wunsch ausschlagen, wenn Sie nicht gerade in Versace oder Chanel heiraten wollen...


Kommentare:

  1. Ich hab' das ja selber mitgemacht. Und ich muß sagen, daß das alles nicht einfach ist.
    Die Kostenfrage war natürlich ein Problem. Aber das hat sich nach der ersten Anprobe gelöst, weil man dann wirklich gemerkt hat, was ist in Ordnung, und was nicht.
    Was mir eher zu schaffen gemacht hat: Ich habe mich beim Aussuchen nicht so frei gefühlt, weil ich immer daran denken mußte, was die Schwiegermutter denn jetzt davon hält. Ich war da sehr verunsichert.

    Mir persönlich wäre es lieber gewesen, sie hätten uns einfach machen lassen, und hätten uns halt dann eine Summe geschenkt, die sie für richtig halten. Aber so fühlt man sich immer unter der Fuchtel und räumt dem "Geldgeber" unterbewußt Entscheidungsgewalt ein.

    Mir ist das jetzt wieder bei der Organisation unserer Standesamtlichen Feier aufgefallen. Die Schwiegereltern wollen das Essen bezahlen. Jetzt haben wir ihnen neulich den wirklich guten und schnuckeligen Italiener gezeigt, bei dem wir feiern wollten. Jetzt war die Suppe versalzen. Grml. Ihm hat's nicht getaugt. "Wenn ihr wollt, können wir da schon feiern." Aber wir sind jetzt verunsichert.

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  2. Das stimmt schon das man sich nicht frei fühlt, aber immerhin hat es geklappt. Heutzutage weiß man aber auch, dass ein schönes Kleid nicht für ein paar Euro zu haben ist und da zeigen sich die meisten Eltern "großzügig".

    Bei dem Essen nach der standesamtlichen Trauung würde ich nicht zuviel auf die versalzene Suppe geben und dort feiern, wenn Ihr Euch das so wünscht.
    Am besten ist Ihr oder eben nur der Bräutigam sprecht sie darauf an, nach dem Motto "es wäre unser Wunsch-Restaurant, aber wir wollen Euch nicht vor den Kopf stoßen".
    Oft wissen die Eltern (egal ob die eigenen oder die Schwiegereltern) gar nicht, wie schnell sich die Kinder bei den Hochzeitsvorbereitungen Gedanken machen und verunsichert sind. Sie stecken da ja auch nicht so drin wie das Brautpaar sondern sehen es aus einer anderen Sicht (dann geht man eben einfach wo anders hin, wenn die Suppe nicht schmeckt).
    Wichtig ist immer offen (und diplomatisch) auszusprechen, dass man verunsichert oder unglücklich mit der Situation ist. Immer auf die Art und Weise, dass die Eltern merken, dass man nur verunsichert ist, weil man sie eben berücksichtigen will.
    Einmal angesprochen, merken Sie erst, dass sie den Kindern damit Kummer bereiten und rudern schnell zurück.

    Hochzeitsvorbereitungen sind leider oft ein diplomatischer Balanceakt. Das muss man aber akzeptieren, sonst ärgert man sich ständig.
    Ich drück Euch die Daumen, dass Ihr Euer Wunschlokal bekommt :)

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